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Produktivitätssteigerung im Maschinenbau – wir zeigen Ihnen wie

Produktivitätssteigerung im Maschinenbau – wir zeigen Ihnen wie

Sie suchen nach Möglichkeiten, um mehr Gewinn zu erzielen? Entdecken Sie hier 6 wirkungsvolle Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Maschinenbau.

Obwohl der deutsche Maschinenbau einen Umsatzrekord nach dem anderen einfährt, zeigt die aktuelle Studie des VDMA „Produktivitätsparadoxon im Maschinenbau“ ein überraschendes Ergebnis: Die gemessene Produktivität ist seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gesunken statt gestiegen, obwohl die Gewinne bei gleichzeitiger Rekordbeschäftigung stiegen. 

Trotz dieser Entwicklung kommt der VDMA zu folgendem Schluss: „Gerade die fortschreitende Digitalisierung im deutschen Maschinenbau wird dazu beitragen, dass die Branche mittel- bis langfristig Produktivitätsgewinne einfährt.“ Und genau dieser Trend wurde durch die Corona-Krise weiter befeuert. Welche Faktoren und Einflüsse darüber hinaus zu einer Produktivitätssteigerung im Maschinenbau führen, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Warum ist die Produktivitäts-Kennzahl im Maschinenbau wichtig?

Die Produktivität eines Unternehmens unterliegt unterschiedlichen Einflussgrößen wie beispielsweise der Fertigungstiefe, Mitarbeiterqualifikation oder Exportquote. Eine Produktivitätssteigerung kann nur erreicht werden, wenn alle Geschäftsprozesse ständig optimiert werden, sodass der Output dauerhaft größer als der Input ist. Ist dieses Verhältnis nicht mehr intakt, droht Ihrem Unternehmen eine Schieflage. Die Produktivitäts-Kennzahl hilft Ihnen, gezielt einzugreifen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung einzuleiten – halten Sie diese also ständig im Blick.

Die Produktivität selbst errechnet sich wie folgt: Produktivität = Output / Input. 

Auf die Summe der Teilproduktivität kommt es an

Natürlich möchte jedes Unternehmen so produktiv wie möglich arbeiten und die verfügbaren Ressourcen bestmöglich nutzen. Denn je produktiver ein Unternehmen ist, desto höher fallen die Gewinne aus und desto mehr kann wiederum in die weitere Entwicklung des Unternehmens investiert werden. Doch dafür muss in jedem einzelnen Bereich des Unternehmens die Produktivität (Teileproduktivität) stimmen, damit in der Summe eine zufriedenstellende Produktivität erreicht wird. 

Beispiele für die Teileproduktivität in einzelnen Bereichen sind:

  • Arbeitsproduktivität
  • Betriebsmittelproduktivität
  • Materialaktivität
  • Energieproduktivität

Wenn Sie die Gesamtproduktivität im Unternehmen steigern möchten, sollten Sie in jedem einzelnen Bereich die Produktivität erhöhen. 

Die folgenden 2 Beispiele aus dem Bereich Arbeitsproduktivität zeigen wichtige Handlungsfelder der industriellen Produktion im Maschinenbau. Wenn Sie an diesen Stellschrauben optimieren, hat das großen Einfluss auf die Produktivität in Ihrem Unternehmen.

Die Arbeitsproduktivität in der Fließbandproduktion und im Vertrieb

Indem Sie die Mitarbeiter am idealen Arbeitsplatz einsetzen und die Fertigungsprozesse optimieren, erzielen Sie automatisch eine Produktivitätssteigerung. 

Hier sind 2 Beispiele für die Arbeitsproduktivität aus dem Unternehmensalltag:

Arbeitsproduktivität in der Fließbandproduktion

Während eines 8-Stunden-Arbeitstages produziert ein Mitarbeiter 5.000 Stück eines Produktes. 

Die Arbeitsproduktivität = 5.000 Produkte / 8 Stunden = 625 Stück pro Stunde.

Arbeitsproduktivität im Vertrieb

Innerhalb eines Monats erwirtschaften 4 Vertriebsmitarbeiter einen Umsatz einer Million Euro. 

Arbeitsproduktivität = 1 Million Euro / 4 Mitarbeiter = 250.000 Euro pro Mitarbeiter.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Produktivität im Unternehmen?

In jedem Maschinenbau-Unternehmen ist die Produktivitätssteigerung von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zu den 5 wichtigsten Einflussfaktoren zählen folgende: 

Fertigungstiefe

Eine Mitteilung des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung zur Modernisierung beweist, dass die Fertigungstiefe ein großer Stellhebel zur Erhöhung der Produktivität im Unternehmen ist. Denn Firmen, die wertschöpfende Prozesse outsourcen, müssen Transaktionskosten und Logistikkosten sowie Zuliefermargen bedienen, die die Produktivität reduzieren. Sie empfehlen daher das Insourcing zu forcieren, um Produktivitätsfortschritte zu realisieren. Außerdem können Firmen mit höherer Fertigungstiefe die internen Prozesse optimieren und weitere Produktivitätsgewinne generieren. 

Mitarbeiterqualifikation

Erfolgreiche Unternehmen wissen es längst: Je besser Mitarbeiter qualifiziert sind, desto besser, fehlerfreier und effizienter können sie ihre Arbeit ausführen. Wenn Unternehmen in Mitarbeiterqualifikation investieren, führt das automatisch zu einer Steigerung der Produktivität. Außerdem werden Mitarbeiter innovativer und finden bessere Lösungen, weil sie am besten die im Unternehmen verborgenen Potenziale kennen. 

Gezielter Technikeinsatz

Gezielter Technikeinsatz führt in den meisten Fällen zu einer Produktivitätssteigerung. Stellen Sie sich beispielsweise vor, dass durch die Nutzung von Supply-Chain-Management-Techniken mit Zulieferern Dispositionsdaten ausgetauscht werden. Diese sorgen für eine Harmonisierung der Produktionssteuerung und in der Folge zu einer höheren Produktivität. Allerdings müssen Sie dabei im Blick behalten, dass ein höherer Technikeinsatz zunächst zu höheren Kosten führt und dadurch die Produktivität sinkt. 

Exportquote

Es zeigt sich, dass Firmen mit einer hohen Exportquote deutlich produktiver sind als Firmen, die ihre Waren überwiegend im Inland finden. Dies hängt damit zusammen, dass die Konkurrenz auf den internationalen Märkten deutlicher stärker ist und Firmen gezwungen sind ihre Produktivitätsreserven systematischer auszureizen. Dies ist auch ein Beleg dafür, dass produktivere Firmen leichter in internationale Märkte vordringen können. 

Fertigungsart

Grundsätzlich gilt: Unternehmen, die nach Kundenauftrag produzieren, können bei weitem nicht so produktiv sein wie Unternehmen, die unabhängig vom Kundenauftrag in Serie fertigen. Das wiederum liegt daran, dass der Fertigungsprozess bei On-Demand-Produktion aufgrund der wechselnden Stückzahlen und Losgrößen nur bedingt optimiert werden kann. 

Die 6 wirkungsvollsten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Maschinenbau

Eine Produktivitätssteigerung ist in der Regel das Ergebnis vieler kleiner Optimierungen im gesamten Unternehmen. Wir zeigen Ihnen 6 Top-Maßnahmen, wie Sie die Produktivität in Ihrem Unternehmen steigern können:

1. Einfache Strukturen erhöhen die Produktivität

Laut einem Bericht von ITO (Gesellschaft für Industrielle Technik und Organisation) sind Maschinenbau-Unternehmen mit hoher Produktivität vor allem durch einfache Strukturen und Prozesse gekennzeichnet sind – das erhöht die Produktivität.

2. Personalkosten senken die Produktivität

Im Maschinenbau können bis zu 40 Prozent der Herstellkosten Personalkosten betragen. Dieser Anteil kann gesenkt werden, indem die Fertigungszeiten analysiert werden. So werden Leerlaufzeiten erkannt und Mitarbeiter können produktiver eingesetzt werden. 

3. Synergien gewinnen durch Vernetzung der Konstrukteure

Durch die Vernetzung von Konstrukteuren und deren CAD-Daten kann die Produktivität gesteigert werden, da auf diese Weise Prozesse beschleunigt werden. Außerdem entfällt durch die Vernetzung die doppelte Datenfreigabe.

4. Arbeitszeiten flexibler gestalten

Mitarbeiter arbeiten erwiesenermaßen produktiver, wenn sie flexible Arbeitszeit haben. Die Angestellten können ihre Arbeitszeiten in den Bereich legen, in dem sie am produktivsten arbeiten.

5. Reduzierung von Stillstandszeiten

Produktionsausfälle wirken sich negativ auf die Produktivität eines Unternehmens aus, da während eines Ausfalls nicht produziert wird. Deshalb sollten Stillstandzeiten von Maschinen durch Maßnahmen wie zum Beispiel durch vorbeugende Wartung möglichst verhindert werden.

6. Digitalisierung als Produktivitätsschub

Nicht zuletzt durch die Corona-Krise haben führende Unternehmen erkannt, dass sie durch die Möglichkeiten der Digitalisierung mittel- bis langfristig eine Produktivitätssteigerung erreichen können. Mögliche Maßnahmen, um die Fertigung zu optimieren, sind die Vernetzung von Maschinen und die Auswertung von Produktionsdaten. 

Fazit: eine Produktivitätssteigerung ist immer möglich

Ihr Unternehmen hat jederzeit die Möglichkeit, drohende Umsatzrückgänge durch eine Produktivitätssteigerung zu kompensieren. Dabei gibt es unterschiedliche Faktoren, die Sie beeinflussen können, um die Produktivität zu verbessern. Die Faktoren mit großem Einfluss sind die Fertigungstiefe, die Qualifikation der Mitarbeiter oder die Exportquote. Auch Digitalisierungsmaßnahmen sind ein wichtiger Aspekt, die für eine Produktivitätssteigerung sorgen können. Grundsätzlich gilt: Eine hohe Produktivität sollte immer im Fokus eines Unternehmens stehen. Denn je höher die Produktivität ist, desto höher sind die möglichen Gewinne.

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